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Kurznews

1.6.2018: über 130 Eintritte und aktuell 104 Teilnehmer aus 26 Ländern im Projekt NMB...

1.6.2018: Klinikmatching BB mit aktuell knapp 50 Ärztinnen und Ärzten aus Berlin und Brandenburg

Modellvorhaben des Brandenburger Gesundheitswesens 

"National Matching Brandenburg"
wird durch das MASGF Brandenburg
aus Mitteln des Landes finanziert.

+++ Wir erproben und etablieren Methoden und Wege der beruflichen Integration von Zugewanderten und Flüchtlingen in das Brandenburger Gesundheitswesen als ein Baustein zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in der Zukunft +++

 

SOMMER AKADEMIE NATIONAL MATCHING

 

+++ erstes Seminar: 20.-21.8.2018 in Klettwitz +++

Ärzte und Zahnärzte aus Syrien und dem Iran beim ersten Seminar der Sommer Akademie National Matching in Klettwitz. Intensiv wurden Kultur und Kommunikation (-standards) trainiert und diskutiert.

Kultur, Ethik, Normen und Verhaltensweisen sind besonders im Gesundheitswesen sehr sensible Themen. Sie müssen von Zuwanderern, die eine berufliche Zukunft im deutschen Gesundheitswesen anstreben, erlernt und akzeptiert, bestenfalls verinnerlicht werden.

Dazu führt das Projektteam in den Monaten Juli bis September mehrere Seminare durch. Diese richten sich sowohl an ausgebildete als auch an Klienten mit Ausbildungswunsch in einem Beruf des Gesundheitswesens. Die ersten Seminare finden Sie im Flyer. Anmeldungen nimmt das Projektteam jederzeit per Mail entgegen. 

Gute Resonanz am Tag der offenen Tür

Zu allen Themen rund um eine Berufsausbildung in der Pflege kamen mehr als 40 Interessierte am 29.5. zu einem Informationstag auf dem FamilienCampus LAUSITZ. Dort informierten sich Teilnehmer des Projekts über die Gegebenheiten in der Ausbildung, ebenso kamen neue, interessierte Migrantinnen und Migranten und verschafften sich einen ersten Eindruck. Derzeit arbeitet unser Team an der Integration mehrerer Klienten in eine Ausbildung zum Altenpfleger, ggf. auch Gesundheits- und Krankenpfleger.

Aktuell: Sprache ist das Hauptthema

Lernen, lernen, nochmals lernen. Das ist die Devise für die meisten Klienten des Projekts. Konkret dreht es sich um die deutsche Sprache - deren sichere Beherrschung eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche berufliche Integration darstellt. Aktuell verfügen 49% der Teilnehmer über ein B2-Zertifikat. Diese Zahl relativiert sich, wenn man die Ärzte aus dem Klinikmatching herausrechnet. Neben diesen verfügt aktuell nur knapp ein Achtel unser Klienten über das Sprachniveau B2.

Dennoch konnte das Projektteam bis heute bereits gut ein Drittel der Klienten in Hospitationen, Praktika oder zu Vorstellungsgesprächen vermitteln, und knapp 20 von Ihnen in Beschäftigung oder Aus- und Weiterbildung integrieren. Ein guter Zwischenstand, bedenkt man die grundsätzlich sehr langen Zeiträume des Sprach- und Kompetenzerwerbs bzw. der Anerkennung von Schul- und Berufsabschlüssen.

Primäres Ziel in der ersten Hälfte 2018 wird die gezielte Vermittlung von Klienten in berufliche Erstausbildung bzw. Weiterbildungsmaßnahmen sein. So ist auch der erstmalige Einsatz der nachfolgend beschriebenen Basiskompetenzausbildung gedacht.

 

Neue Basiskompetenzausbildung startet 2018

Für ausländische Ärzte gilt, ob berufserfahren oder nicht: erste Station der Karriere in Deutschland ist ein Klinikum. Nur hier kann ein Facharzttitel erworben werden, ohne den ein Einsatz in der ambulanten Versorgung nicht möglich ist.

Um die Probleme beim Berufseinstieg zu minimieren und den Ärzten vor Arbeitsantritt möglichst umfassende Systemkenntnisse zu vermitteln, hat ein Team aus verschiedenen Institutionen im Rahmen des Projekts "Curriculum National Matching" eine entsprechende "Basiskompetenzausbildung Deutsches Gesundheitswesen" entwickelt.

In 2 Monaten erlernen Ärzte hier die Basics des "Klinischen Alltags". Erstmals wird diese Ausbildung im Jahr 2018 in Klettwitz durchgeführt (weitere Infos). Am Anfang und am Ende der Weiterbildung durchlaufen die Klienten dabei einen neuen Kompetenztest im schwedischen MAPAZ-System.

Ein ähnliches Modul, allerdings auf Klienten mit Berufswunsch im Deutschen Gesundheitswesen ausgelegt, soll ebenfalls im Jahr 2018 erstmals zum Einsatz kommen.

"Meilenstein" - 20 Nationen im Projekt vertreten

Ende Juli 2017 erreichte das Projektteam "National Matching Brandenburg" einen neuen, denkwürdigen Meilenstein. Mit der Aufnahme eines Kinderarztes aus Libyen haben wir nun die magische Marke von 20 Nationalitäten im Projekt erreicht. Mehr als die Hälfte unserer Klienten kommen aus Syrien, jeder zehnte aus Afghanistan. Neben Menschen aus Afrika und Arabien sind aber auch Zuwanderer aus dem Osten Europas, dem Balkan und den GUS-Staaten im Projekt vertreten.

"Klinikmatching" für Brandenburg

Seit Mai diesen Jahres arbeitet Adler Management mit dem Berliner Träger GFBM zusammen. Im Rahmen einer durch das MASGF Brandenburg begleiteten Kooperation werden in Berlin ansässige Ärztinnen und Ärzte, die beim Träger bereits Deutsch C1 und die Vorbereitung auf die Gleichwertigkeitsprüfung erlernt haben, gezielt in Brandenburger Kliniken mit entsprechenden Bedarfen "gematcht". Aktuell sind in diesem Teilprojekt 27 Ärztinnen und Ärzte. Bei Interesse am Thema wenden Sie sich an die Kontaktpersonen des Projekts...

Berufsinformationstag in Klettwitz

Am 28.6. nutzten mehr als 20 junge Geflüchtete die Gelegenheit, sich über Möglichkeiten der beruflichen Ausbildung und späteren Tätigkeit im Gesundheitswesen zu informieren. Dazu fanden neben Vorträgen am FamilienCampus LAUSITZ auch Führungen, die Möglichkeit der "Hospitation" im Unterricht sowie kleine, eigene Übungen im Praxisraum des klinischen Trainingszentrums am Standort Klettwitz statt.

Derzeit können Interessierte, so sie denn einen anerkannten Schulabschluss vorweisen, sich noch immer auf freie Plätze in der Ausbildung zum/r Altenpfleger/in bewerben.

Im Herbst plant das Projektteam einen weiteren Informationstag mit Unterstützung der Health Week Berlin-Brandenburg.

 

"National Matching" Nominiert für den "Blauen Bären"

... wurde das Projekt National Matching Brandenburg, in persona der Ideengeber und maßgebliche Entwickler, Marco Bünger. Diese Nominierung ist eine große Ehre für das Projektteam und wir sehen dies stellvertretend für alle, die sich in Deutschland um die gesellschaftliche und berufliche Integration von Geflüchteten kümmern. 

Hier gehts zum Textbeitrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa (-> Ausschnitt aus der Festschrift) ... und hier zu den Internetseiten des Berliner Senats zum Thema.

 

"Überholspur" statt Frustration in Schweden

National Matching zu Besuch in Söderhamn. Die Kommune hat gemeinsam mit Arbeitsagentur, Provinz und Bildungseinrichtungen ein Programm entwickelt, dass es Flüchtlingen mit medizinischer Ausbildung ermöglichen soll, möglichst schnell in den Beruf in Schweden einzusteigen.

Am 6. April tauschten sich Vertreter unseres Projektteams und verschiedene Geschäftsführer Brandenburger Kliniken vor Ort mit den dortigen Machern aus. Viele Parallelen, aber auch Unterschiede wurden ersichtlich. Hüben wie drüben spielen ethische und kulturelle Fragen der Integration neben dem Erwerb von Sprachkenntnissen eine große Rolle.

Die schwedischen Akteure beeindruckten dabei mit einer One-Stop-Agency für Flüchtlinge, mit "Sprachpraktika" in der Altenpflege und nicht zuletzt der Möglichkeit des direkten Berufseinstiegs für Fachärzte die Teilnehmer der deutschen Delegation. Wir hingegen sehen uns bei der Dauer von Anerkennungsverfahren gegenüber den Schweden leicht vorn; beide Seiten lernten voneinander. Nun ist ein gemeinsames Projekt zum Erfahrungsaustausch in Europa angedacht... Mehr Infos vom Projektteam NMB...

 

Best-Practise Deutschland: Syrisches Ehepaar auf dem Weg

Im Frühsommer 2016 waren Herr R. und seine damalige Verlobte neu im Projekt "National Matching Brandenburg" angekommen. Bei beiden dauerte es nur wenige Monate, um eine klare berufliche Perspektive zu entwicklen und umzusetzen.

Herr R. absolvierte eine Hospitation im Klinikum Niederlausitz als Bestandteil seines B2-Deutschkurses bei der WEQUA GmbH Lauchhammer, organisiert durch unser Projektteam. Dabei erkannten beide Seiten die gemeinsame Perspektive... Nachdem R. erfolgreich seine B2-Prüfung bestanden hatte, startete das Klinikum die Beantragung einer Berufserlaubnis und stellte R. bereits formhalber als Helfer ein. Er hospitierte in vielen Abteilungen und konnte so das Klinikum und die Prozesse im Gesundheitswesen kennenlernen. Schnell und unbürokratisch organisierte das Brandenburger Landesamt (LAVG) für R. einen Fachsprachtest C1 (den der sprachtalentierte Syrer bestand), und bereits nach 2 Monaten Bearbeitung steht nun die Erteilung der Berufserlaubnis noch im Dezember im Raum. 

Während dessen lernte seine (mittlerweile Ehefrau) Deutsch B2 und bewarb sich erfolgreich für eine berufliche Ausbildung am Carl-Thiem-Klinikum Cottbus. Sie wird bis zum Start der Ausbildung im Herbst 2017 im Projekt verbleiben und unter anderem Anfang 2017 eine Hospitation im Klinikum Niederlausitz antreten.

Es lässt sich zusammenfassen, dass es also sehr wohl möglich ist, schnell den Sprung ins Berufsleben zu schaffen im Brandenburger Gesundheitswesen. Die beteiligten Behörden und Institutionen arbeiten bei Bedarf schnell und reibungslos zusammen und ermöglichen so, dass wir Prozesszeiten von 12-18 Monaten bis zur Integration in Arbeit (inkl. Sprachausbildung) bei syrischen Ärzten erreichen können.


Unterstützer & Partner

 

National Matching Brandenburg ist ein Pilotvorhaben, entstanden nach schwedischen Vorbildern auf Initiative des Klinikums Niederlausitz, der WEQUA GmbH und wurde/wird federführend durch Adler Management Berlin konzipiert und umgesetzt.

 

Mit dabei: MASGF Brandenburg, Zentrale Ausländerbehörde des Landes Brandenburg, Arbeitsagentur Cottbus, Jobcenter OSL, AOK Pflegeakademie Nordost, Landesapothekerkammer Brandenburg, Klinikum Niederlausitz, Carl-Thiem-Klinikum Cottbus, Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH Eberswalde, MEDIS Ärztenetz Südbrandenburg, WEQUA GmbH

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